• Auf dem Weg zu einem neuen Klimaschutzabkommen

    (Information vom 14.04.2014)
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    Veröffentlichung des dritten Teils des IPCC-Berichts bietet Entscheidungsgrundlage.
    Am Sonntag wurde der Bericht der Arbeitsgruppe III des Weltklimarats (IPCC) in Berlin veröffentlicht. Mit dem dritten Teil des IPCC-Reports, in dem es um Möglichkeiten zur Verminderung der Kohlendioxidmenge in der Atmosphäre geht, wird der 5. Sachstandsbericht des internationalen Gremiums vervollständigt.  ... mehr
    Veröffentlichung des dritten Teils des IPCC-Berichts bietet Entscheidungsgrundlage.

    Am Sonntag wurde der Bericht der Arbeitsgruppe III des Weltklimarats (IPCC) in Berlin veröffentlicht. Mit dem dritten Teil des IPCC-Reports, in dem es um Möglichkeiten zur Verminderung der Kohlendioxidmenge in der Atmosphäre geht, wird der 5. Sachstandsbericht des internationalen Gremiums vervollständigt. Wichtigste Botschaft der aktuellen Publikation ist die Aussage, dass Klimaschutz und Wirtschaftswachstum gleichzeitig möglich sind.

     

    Ende Oktober erscheint ein zusammenfassender Synthese-Bericht, in dem die drei bisher einzelnen Teilberichte enthalten sind. Die Veröffentlichungen des Weltklimarats sind ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu einem neuen Klimaschutzabkommen. Der IPCC-Report dient als Grundlage für die jährlich stattfindenden Klimaverhandlungen der Vereinten Nationen. Er soll Politikern als Entscheidungsgrundlage dienen, gibt aber keine Handlungsanweisungen vor. 2015 soll ein neues internationales Klimaschutz-Abkommen beschlossen werden, das als Nachfolger des Kyoto-Protokolls dient. In der Vereinbarung geht es einerseits darum, Emissionsgrenzen für alle Länder festzulegen, andererseits spielen finanzielle Aspekte eine Rolle. So soll auch geregelt werden, wie ärmere Länder bei einer klimafreundlichen Entwicklung unterstützt werden, oder mit welchen Maßnahmen sie sich besser an Klimaveränderungen anpassen können. Außerdem soll die Finanzierung der Behebung von Schäden, die durch den Klimawandel hervorgerufen sind, geregelt werden.

     

    Die Verhandlungen für das Abkommen, das Ende 2015 auf der Weltklimakonferenz in Paris  beschlossen werden soll, bauen auf den bisher in Klimakonferenzen erzielten Ergebnissen auf. Im Juni findet das jährliche Arbeitstreffen in Bonn, dem Sitz des UN-Klimasekretariats, statt. Zusätzlich zur diesjährigen Weltklimakonferenz in Lima Anfang Dezember, hat UN-Generalsekretär Ban Ki-moon dieses Jahr zu einem außerordentlichen UN-Klimagipfel im September 2014 in New York eingeladen. Damit unterstreicht er die Bedeutung des Themas, und will zugleich die Verhandlungen vorantreiben. Er fordert alle Regierungen auf, bei dieser Konferenz mutige Versprechen zur Emissionsminderung und zur Finanzierung mitzubringen. Eingeladen zu der Konferenz sind nicht nur Regierungen, sondern auch Wirtschaftsvertreter und Nichtregierungsorganisationen.

     

    Mit einem Nachfolge-Abkommen zum Kyoto-Protokoll könnten die weltweiten Bestrebungen zu mehr Klimaschutz deutlich an Fahrt gewinnen. Die unterzeichnenden Staaten würden von reinen Absichtserklärungen zu klar definierten, verbindlichen Zielen übergehen und so als gutes Beispiel vorangehen.



    Kaltfront beendet Rekordwärme in Deutschland

    (Information vom 10.04.2014)
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    Im Laufe der letzten zwei Tage hat die Kaltfront des Tiefs „Maria“ die letzten Reste sehr warmer Luftmassen vertrieben.
    Nun müssen wir uns also mit kühleren Temperaturen begnügen, die für Anfang  April allerdings ganz normal sind. Davor jedoch startete der Frühling so warm wie noch nie seit Beginn flächendeckender Wetteraufzeichnungen in Deutschland 1881. Der März 2014 belegte bundesweit  ... mehr
    Im Laufe der letzten zwei Tage hat die Kaltfront des Tiefs „Maria“ die letzten Reste sehr warmer Luftmassen vertrieben.

    Nun müssen wir uns also mit kühleren Temperaturen begnügen, die für Anfang  April allerdings ganz normal sind. Davor jedoch startete der Frühling so warm wie noch nie seit Beginn flächendeckender Wetteraufzeichnungen in Deutschland 1881. Der März 2014 belegte bundesweit nämlich mit einer Durschnitttemperatur von 7,0 °C den ersten Platz, gleichauf mit 1989 und 2012. Vielerorts wurden schon in den ersten 10 Tagen des März Höchsttemperaturen von über 20 °C registriert – Rekord für den frühen Frühling. Auch danach blieb es in vielen Teilen Deutschlands sehr warm und überaus sonnenscheinreich. Das schöne Wetter bewirkte aber auch, dass es in vielen Gebieten viel zu wenig Niederschlag gab. Im bundesweiten Mittel nämlich gerade einmal ein Drittel des sonst üblichen Niederschlags. Örtlich waren es sogar nicht einmal 5 mm – üblich sind 57 mm.

     

    Dieses außergewöhnliche Frühlingswetter setzte sich im April vor allem südlich der Mittelgebirgsschwelle fort, während im Norden und Nordosten Wind von Nord- und Ostsee für niedrigere Temperaturen sorgte. In den übrigen Gebieten war die erste Aprilwoche verbreitet rekordwarm – vor allem in den Mittelgebirgsregionen. Auf dem Kahlen Asten, dem Brocken und der Wasserkuppe wurden die bisherigen Rekorde sogar gleich um zwei bis drei Grad überboten. Abweichungen vom Normalwert zwischen 5 und 8 °C waren die Regel. Es war dort Anfang April also so warm wie es normalerweise erst Mitte bis Ende Mai ist.

     

    Mit der Abkühlung der letzten Tage gab es verbreitet im Norden dringend benötigte Niederschläge. Nur in der Südhälfte gingen viele Orte wieder fast oder sogar ganz leer aus, so dass dort die Trockenheit weiter anhält. Daran wird sich in den nächsten Tagen kaum etwas ändern. Denn vom Atlantik rückt das nächste Hoch nach, das sich erneut über dem Alpenraum breit machen und dort wieder für sonniges, trockenes und warmes Wetter sorgen soll.


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  • Folgen des Klimawandels weltweit spürbar

    (Information vom 01.04.2014)
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    Zweiter Teil des IPCC-Berichts veröffentlicht.
    Der Weltklimarat hat die Zusammenfassung des zweiten Teils seines aktuellen Berichts veröffentlicht. In diesem Teil geht es um die Folgen des Klimawandels. Dazu gehören extreme Wetterereignisse aber auch bereits signifikante Rückgänge im Ertrag wichtiger Grundnahrungsmittel. Tierarten wandern schon jetzt in Richtung Polarregionen, um der Erwärmung auszuweichen  - soweit es ihnen möglich ist. Pflanzen ändern ihr Verhalten im  ... mehr
    Zweiter Teil des IPCC-Berichts veröffentlicht.

    Der Weltklimarat hat die Zusammenfassung des zweiten Teils seines aktuellen Berichts veröffentlicht. In diesem Teil geht es um die Folgen des Klimawandels. Dazu gehören extreme Wetterereignisse aber auch bereits signifikante Rückgänge im Ertrag wichtiger Grundnahrungsmittel. Tierarten wandern schon jetzt in Richtung Polarregionen, um der Erwärmung auszuweichen  - soweit es ihnen möglich ist. Pflanzen ändern ihr Verhalten im Verlauf der Jahreszeiten, sie blühen zum Beispiel früher im Jahr. In der Folge sind wiederum Auswirkungen auf die Tierwelt zu verzeichnen.

     

    Statt wie bisher auf die Auswirkungen zu schauen, wird in der aktuellen Veröffentlichung des IPCC die zukünftige Entwicklung in Form von Risiken für Gesellschaften und Ökosysteme dargestellt. Wie schwerwiegend diese Risiken im Einzelnen sein werden, hängt unter anderem von der Höhe der zukünftigen Kohlendioxid-Emissionen ab. Es bleibt also wichtig, den Ausstoß zu vermindern. Das Risiko hängt aber auch von der Anfälligkeit der Betroffenen ab, die mit Hilfe von Anpassungsmaßnahmen verringert werden kann.

     

    Gleichzeitig macht der Bericht Vorschläge, wie wir mit diesen Risiken umgehen können. Vereinzelt gibt es bereits erfolgreiche Anpassungsmaßnahmen, die zu einer verbesserten Widerstandsfähigkeit gegen künftige Ereignisse, und im Idealfall bereits heute zu einer Minderung der Emissionen beitragen. In Europa gehören dazu Maßnahmen zum Küstenschutz und eine verbesserte Katastrophenvorsorge. Auf anderen Kontinenten spielen der Umgang mit Trinkwassersowie Anpassungen in der Landwirtschaft eine größere Rolle.

     

    Klar ist, niemand wird in Zukunft völlig von den Folgen des Klimawandels verschont bleiben und die Ärmsten auf der Welt werden am stärksten betroffen sein. Da die reichen Industrienationen den Klimawandel hauptsächlich zu verantworten haben, ergibt sich daraus ein Gerechtigkeitsproblem. Wie ärmere Länder dabei unterstützt werden können, sich an den Klimawandel anzupassen und trotz wirtschaftlicher Entwicklung nicht den Klimawandel zu verstärken, wird nicht nur auf den jährlich stattfindenden Weltklimakonferenzen diskutiert. Ein eigenes internationales Symposium zum Thema Klimagerechtigkeit findet im November 2014 im Klimahaus statt.

     

    Bereits Ende September wurde der erste Teil des IPCC-Reports veröffentlicht, in dem der Stand der Wissenschaft über die physikalischen Veränderungen im Klimasystem zusammengefasst war. Die Zahl der wissenschaftlichen Untersuchungen zum Thema hat sich von 2005 bis 2010 mehr als verdoppelt, daher liegt dem aktuellen Bericht eine deutlich größere Menge an Daten zugrunde als dem vorhergehenden.



    Sonderausstellung „Handelsware Land“ bis Mai im Klimahaus

    (Information vom 10.02.2014)
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    Der Zugang zu Land und natürlichen Ressourcen
    ist besonders in Entwicklungsländern zu einem entscheidenden Faktor für das Überleben der Menschen geworden. Doch Staaten, Unternehmen aber auch Investmentfonds haben fruchtbares Ackerland als wichtige Handelsware entdeckt. Für die Bevölkerung vor Ort wird das Land immer knapper und teurer. Diese Landnahme wird als „Landraub“ bezeichnet. Diesem  ... mehr
    Der Zugang zu Land und natürlichen Ressourcen

    ist besonders in Entwicklungsländern zu einem entscheidenden Faktor für das Überleben der Menschen geworden. Doch Staaten, Unternehmen aber auch Investmentfonds haben fruchtbares Ackerland als wichtige Handelsware entdeckt. Für die Bevölkerung vor Ort wird das Land immer knapper und teurer. Diese Landnahme wird als „Landraub“ bezeichnet. Diesem brisanten Thema widmet sich die interaktive Ausstellung „Handelsware Land“, die „Brot für die Welt“ entwickelt hat. Die Sonderausstellung ist vom 5. März bis zum 18. Mai 2014 im Klimahaus zu Gast.

     

    „Handelsware Land“ macht auf das Ausmaß dieser Landübernahme aufmerksam und deckt die Triebkräfte auf. Dabei rückt die Sonderausstellung die schwierige Situation der betroffenen Menschen in den Fokus. Die interaktiven Elemente der Ausstellung machen auf eindrucksvolle Weise deutlich, wie der Welthandel und das Konsumverhalten zum Landraub im Süden beitragen. „Handelsware Land“ macht außerdem deutlich, welche politischen Weichenstellungen notwendig sind, um Veränderungen zu bewirken und wirbt für ein nachhaltiges Konsumverhalten. 

     

    Die Ausstellung kann täglich im Rahmen der Klimahaus-Öffnungszeiten besucht werden. Der Eintritt ist frei – ein Ticket für die Klimahaus-Ausstellung ist nicht nötig. Begleitend zu "Handelsware Land" findet ein Rahmenprogramm statt. Nähere Informationen dazu entnehmen Sie bitte dem Flyer, den Sie am Ende dieser Meldung herunterladen können.

     

     

    Infos für Lehrkräfte

     

    Die Ausstellung ist auch für Schulklassen frei zugänglich. Nach Voranmeldung können Sie die Ausstellung reservieren und vor Ort einen Workshop durchführen. Näheres dazu finden Sie in den Materialien, die unten zum Download zur Verfügung stehen.

     

    Am 5. März von 15:00 bis 17:30 Uhr gibt es eine Fortbildung für Lehrkräfte. Karen Neumeyer von Brot für die Welt behandelt darin die Thematik Landraub, die Aus­stellung "Handelsware Land" und den Einsatz der Begleitmaterialien. Weitere Informationen erhalten Sie unter 0471 - 902030-0.

     

     

    Foto: Jörg Böthling/Brot für die Welt

     

     

     



    Klimahaus erhält „Goldene Pinie“

    (Information vom 04.02.2014)
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    Sieger in der Kategorie Wissens- und Erlebniswelten:
    Das Klimahaus Bremerhaven 8° Ost kann sich über die „Goldene Pinie 2013“ freuen. Der Preis, der vom Reiseveranstalter DERTOUR jährlich vergeben wird, zeichnet Freizeit- und Erlebnisparks in Deutschland und dem Ausland aus. Die Bewertung erfolgte in vier verschiedenen Kategorien. Das Klimahaus siegte als beste Wissens- und Erlebniswelt vor der Autostadt Wolfsburg. Schönster Themen-  ... mehr
    Sieger in der Kategorie Wissens- und Erlebniswelten:

    Das Klimahaus Bremerhaven 8° Ost kann sich über die „Goldene Pinie 2013“ freuen. Der Preis, der vom Reiseveranstalter DERTOUR jährlich vergeben wird, zeichnet Freizeit- und Erlebnisparks in Deutschland und dem Ausland aus.

     

    Die Bewertung erfolgte in vier verschiedenen Kategorien. Das Klimahaus siegte als beste Wissens- und Erlebniswelt vor der Autostadt Wolfsburg. Schönster Themen- und Freizeitpark wurde der Europapark Rust. Der Wildpark Lüneburger Heide erhielt die Auszeichnung als schönster Natur- und Tierpark und der Preis in der Kategorie Tropenparks und Erlebnisbäder ging nach Holland an den Center Parc De Eemhof.

     

    Die „Goldene Pinie“ wird seit 2005 vergeben. An der aktuellen Wahl nahmen Anlagen in Deutschland und in den Niederlanden teil. Touristiker aus ganz Deutschland konnten die Parks besuchen und anschließend ihr Urteil abgeben, welches in das Gesamtergebnis einfloss. Dabei wurde ein vorgegebener Kriterienkatalog abgearbeitet.