• Farbenspiel in den Wolken

    (Information vom 04.02.2016)
    Stratosphärenwolken malen Farbspektakel an den Himmel
    Zur Zeit dürfen wir in Deutschland besonders farbenprächtige Sonnenaufgänge und -untergänge beobachten. Grund dafür ist eine Wolkenart, die sich in viel größerer Höhe bildet als üblich. Die sogenannten polaren Stratosphärenwolken kommen typischerweise in den Polarregionen vor, ab und zu lassen sie sich aber auch in unseren Breiten blicken. Während sich die normalen Wolken bei uns bis in etwa 12 km Höhe befinden, gibt es zurzeit auch welche im Höhenbereich von 20 bis 30 km. So weit oben in der Atmosphäre scheint abends länger die Sonne als unten am Erdboden und morgens früher. Dadurch leuchten diese  ... mehr
    Stratosphärenwolken malen Farbspektakel an den Himmel

    Zur Zeit dürfen wir in Deutschland besonders farbenprächtige Sonnenaufgänge und -untergänge beobachten. Grund dafür ist eine Wolkenart, die sich in viel größerer Höhe bildet als üblich. Die sogenannten polaren Stratosphärenwolken kommen typischerweise in den Polarregionen vor, ab und zu lassen sie sich aber auch in unseren Breiten blicken.

     

    Während sich die normalen Wolken bei uns bis in etwa 12 km Höhe befinden, gibt es zurzeit auch welche im Höhenbereich von 20 bis 30 km. So weit oben in der Atmosphäre scheint abends länger die Sonne als unten am Erdboden und morgens früher. Dadurch leuchten diese hochgelegenen Wolken schon in den Dämmerungsfarben während die normalen Wolken weiter unten noch in Dunkel getaucht sind. Vom Boden aus gesehen erscheint der Himmel im Vergleich deutlich dunkler, weshalb die Rottöne besonders kräftig und intensiv wirken. In den nächsten Tagen gibt es morgens und abends gute Chancen, eine farbintensivere Dämmerungsphase als üblich zu erleben – vorausgesetzt, der Himmel ist einigermaßen klar.

     

    Das Himmelphänomen entsteht in der Atmosphäre oberhalb der Wetterschicht (der Troposphäre) in der so genannten Stratosphäre. Üblicherweise treten solche Wolken nur im Winter und nur in den Polarregionen der Erde auf. Deswegen werden sie als polare Stratosphärenwolken bezeichnet (engl. abgekürzt PSC – polar stratospheric clouds). Sie bilden sich auch nur dann, wenn die Temperatur in der Stratosphäre unter -78 °C fällt. Stratosphärenwolken bestehen nämlich nicht aus Wassereiskristallen, sondern aus gefrorener Schwefel- und Salpetersäure, die jeweils erst bei extrem tiefen Temperaturen Kristalle bilden. Da in der Polarregion im Winter die Sonne kaum oder sogar gar nicht über den Horizont kommt, wird es sowohl am Boden als auch in der Stratosphäre sehr kalt. Die kalte Luft der Stratosphäre ist typischerweise in einem Wirbel über der Arktis gefangen, manchmal driftet dieser aber Richtung mittlerer Breiten, wie jetzt geschehen. Zuletzt traten Stratosphärenwolken im Februar 2008 ähnlich stark ausgeprägt wie heute auf.

     

    Besonders farbenprächtig erstrahlen die Stratosphärenwolken etwa eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang und eine halbe Stunde vor Sonnenaufgang. Da die PSCs üblicherweise sehr dünn sind, bleiben sie bei Tageslicht weitgehend unsichtbar. Wenn jedoch einige Feuchtigkeit in der Stratosphäre vorhanden ist und sich eine Schicht aus Wassereis um die Schwefel- und Salpetersäurekristalle bildet, sind die PSCs auch mitten am Tag gut sichtbar und schillern in allen Regenbogenfarben.

    Ihrer Schönheit zum Trotz haben Stratosphärenwolken einen unangenehmen Nebeneffekt: Wenn sie ins Sonnenlicht gelangen, lösen sich die Eiskristalle langsam auf. Dies setzt Stoffe frei, die zu einer Schädigung der Ozonschicht führen, die uns vor schädlicher, solarer UV-Strahlung schützt. Da sich die PSCs in der gleichen Höhe wie die Ozonschicht befinden, kann es lokal und zeitlich begrenzt zu einem Ozonloch kommen. Hier ist bei längeren Aufenthalten im Freien ein entsprechender Sonnenschutz ratsam. 



    Deutlicher Besucheranstieg im Klimahaus

    (Information vom 01.02.2016)
    Mehr als 465.000 Gäste besuchten unsere Ausstellung im Jahr 2015
    Mehr als 465.000 Gäste kamen im vergangenen Jahr in unsere Erlebnisausstellung, das entspricht einer Steigerung von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit sind wir die meistbesuchte Freizeitattraktion im Land Bremen. Große BesucherzufriedenheitÜber 95 Prozent aller Besucher würden das Klimahaus Bremerhaven  ... mehr
    Mehr als 465.000 Gäste besuchten unsere Ausstellung im Jahr 2015

    Mehr als 465.000 Gäste kamen im vergangenen Jahr in unsere Erlebnisausstellung, das entspricht einer Steigerung von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit sind wir die meistbesuchte Freizeitattraktion im Land Bremen.

     

    Große Besucherzufriedenheit

    Über 95 Prozent aller Besucher würden das Klimahaus Bremerhaven weiterempfehlen. Nicht nur die Weltklimakonferenz in Paris prägte für uns das Jahr 2015, sondern auch die neuen Attraktionen innerhalb unserer Ausstellung. Neben der neu eröffneten Frosta-Kochschule im Klimahaus, lockten laut Umfragen vor allem die tierischen Neuzugänge, wie die Stumpfkrokodilbabys und die Galago-Äffchen. Vor kurzem konnten wir sogar eigenen Nachwuchs verzeichnen: Unsere vom Aussterben bedrohten Fidschileguane brachten ein männliches Jungtier mit der markanten grün-weißen Färbung zur Welt, welches sich nach wie vor bester Gesundheit erfreut.

     

    Erster Platz: beste Tagungslocation Deutschlands

    Neben der Funktion als außerschulischer Lernort und touristischer Ankerattraktion des Nordens punkten wir mit eigenen und von Dritten initiierten Veranstaltungen: Im Herbst 2015 gewannen wir den ersten Platz bei den „Top-Tagungslocations“ Deutschlands.

     

    Wirtschaftsfaktor für die gesamte Region

    Dank der gestiegenen Besucherzahlen wird die kumulierte Wertschöpfung im Land Bremen aus dem Betrieb unserer Besucherattraktion sowie den Ausgaben, welche die Besucher während ihres Aufenthalts in der Seestadt außerhalb der Ausstellung tätigten, im Jahr 2015 voraussichtlich noch höher ausfallen als die vom Institut für Freizeit und Tourismusberatung für die ersten fünf Jahre nach der Eröffnung ermittelten 44,5 Millionen Euro. Im Klimahaus sind rund 140 Arbeitsplätze entstanden. Schließt man Dienstleister und Zulieferer mit ein, gehen aus dem Betrieb des Klimahauses 408 dauerhafte Beschäftigungsverhältnisse hervor (Studie ift Köln 2014).


  • Für Weltentdecker und Klimaretter!

     

     

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  • Himmelsphänomen in Bremerhaven

    (Information vom 21.01.2016)
    Heute kam es zu einem bei uns in Bremerhaven sehr seltenen atmosphärischen Phänomen: Eisnebelhalos. Dabei bilden sich durch Brechung in Eiskristallen um die Sonnen herum verschiedene farbige Ringe und Spiegelungen der Sonne selbst. Solche Phänomene werden allgemein als Halos bezeichnet. Besonders hell und auffällig sind sie, wenn die Halos in mehr oder weniger dichtem Nebel entstehen, der nicht wie sonst aus Wassertröpfchen sondern aus Eiskristallen besteht. Damit solcher Eisnebel entsteht bedarf es Temperaturen, die weit unter null liegen – so wie in der letzten Nacht und am heutigen Tag. Bilder, wie man sie heute in Bremerhaven aufnehmen konnte, sind sonst vor allem  ... mehr

    Heute kam es zu einem bei uns in Bremerhaven sehr seltenen atmosphärischen Phänomen: Eisnebelhalos. Dabei bilden sich durch Brechung in Eiskristallen um die Sonnen herum verschiedene farbige Ringe und Spiegelungen der Sonne selbst. Solche Phänomene werden allgemein als Halos bezeichnet. Besonders hell und auffällig sind sie, wenn die Halos in mehr oder weniger dichtem Nebel entstehen, der nicht wie sonst aus Wassertröpfchen sondern aus Eiskristallen besteht. Damit solcher Eisnebel entsteht bedarf es Temperaturen, die weit unter null liegen – so wie in der letzten Nacht und am heutigen Tag. Bilder, wie man sie heute in Bremerhaven aufnehmen konnte, sind sonst vor allem aus Skandinavien oder aus Gebirgsgegenden bekannt.

    Ähnlich wie bei einem Regenbogen in einem Regentropfen wird bei den Halos das Licht in den Eiskristallen  in einem ganz bestimmten Winkel abgelenkt und teilweise in seine Farben zerlegt. Bei dem heutigen Himmelsphänomen in Bremerhaven erschienen Ringe in Regenbogenfarben in 22 und 46 Grad Abstand um die Sonne. Zusätzlich bildeten sich die oberen Berührungsbögen, die über der Sonne wie Hörner auf dem 22-Grad-Ring sitzen. Um den Zenit herum bildete sich außerdem ein Zirkumzenitalbogen, der so bunt ist wie ein Regenbogen. Rechts und links der Sonne waren außerdem Reflektionen der Sonne selbst zu erkennen – die Nebensonnen.

    Der 22-Grad-Ring und die Nebensonnen sind Halos, die sich auch des Öfteren in Zirruswolken beobachten lassen. Diese bestehen ebenfalls aus Eiskristallen befinden sich aber in vielen Kilometern Höhe in der Atmosphäre.



    Klimahaus unterstützt südafrikanisches Jugendzentrum

    (Information vom 07.01.2016)
    Spenden vom 5. swb-Klimahaus®-Lauf an ICDM und DKS überreicht.
    Bremerhaven, Januar 2016. Das Klimahaus Bremerhaven 8° Ost überreichte diesen Donnerstag dem Isithumba Community Development Movement (ICDM) sowie der Deutschen KlimaStiftung (DKS), je einen Scheck über 1.710,- Euro. Der Direktor des südafrikanischen Jugendentwicklungszentrums ICDM, Herr Amimi Mlaba freute sich sichtlich darüber, dass er bei seinem ersten Besuch in der Seestadt ein solches Geschenk entgegen nehmen konnte. Die Deutsche KlimaStiftung wird die Spende für weitere Bildungsprojekte einsetzen, erläuterte Sandra Ohling bei der Scheckübergabe. Schließlich sind Kinder und Jugendliche vom Klimawandel  ... mehr
    Spenden vom 5. swb-Klimahaus®-Lauf an ICDM und DKS überreicht.

    Bremerhaven, Januar 2016. Das Klimahaus Bremerhaven 8° Ost überreichte diesen Donnerstag dem Isithumba Community Development Movement (ICDM) sowie der Deutschen KlimaStiftung (DKS), je einen Scheck über 1.710,- Euro. Der Direktor des südafrikanischen Jugendentwicklungszentrums ICDM, Herr Amimi Mlaba freute sich sichtlich darüber, dass er bei seinem ersten Besuch in der Seestadt ein solches Geschenk entgegen nehmen konnte. Die Deutsche KlimaStiftung wird die Spende für weitere Bildungsprojekte einsetzen, erläuterte Sandra Ohling bei der Scheckübergabe. Schließlich sind Kinder und Jugendliche vom Klimawandel noch stärker betroffenen als ältere Generationen, so dass der Bildungsarbeit in diesem Bereich eine besondere Bedeutung zukomme.

    Die Spenden gehen zurück auf den 5. swb-Klimahaus-Lauf, der im November 2015 stattgefunden hatte. In seiner Funktion als Referenzläufer hatte der Bremerhavener Ultraläufer Oliver Leu das ICDM als Spendenempfänger vorgeschlagen, da er diese im vergangenen Sommer bei einer Südafrikareise kennengelernt hatte. Die Institution bietet jungen Menschen in Isithumba über Sport- und Bildungsangebote Perspektiven für die Zukunft. Die Deutsche KlimaStiftung mit Sitz in Bremerhaven engagiert sich für den Klimaschutz und setzt hierbei auf Bildungsprojekte. Denn nur wer den Klimawandel begreift, kann sich für eine nachhaltige Entwicklung einsetzen. Insgesamt waren beim 5. swb-Klimahaus-Lauf 3.420,- Euro zusammengekommen, die nun je zur Hälfte an das ICDM und die DKS überreicht wurden.



    Wetterphänomene

    (Information vom 05.01.2016)
    Wetterrekorde aus 2015
    Auch 2015 war wieder ein Jahr der Wetterrekorde. Deutschland Der Dezember war der wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnung (1881).Er war 5,6 °C wärmer als das Mittel aller Dezember von 1961 bis 1990.Die bisherigen Rekordhalter waren die Dezember 1934 und 1974 mit je 4 °C. Abweichung.Die durchschnittliche Temperatur im Dezember 2015 lag bei 6,4 °C. Diese Temperaturen sind normalerweise im Übergang von März bis April üblich.Nur wenige Stationen vermeldeten dieses Jahr neue Höchsttemperaturrekorde, aber es gab viele rekordwarme Nächte.Verbreitet wurde es in Deutschland nachts nicht unter 12 °C.Im Westen und Norden Deutschlands  ... mehr
    Wetterrekorde aus 2015

    Auch 2015 war wieder ein Jahr der Wetterrekorde.

     

    Deutschland

     

    • Der Dezember war der wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnung (1881).
    • Er war 5,6 °C wärmer als das Mittel aller Dezember von 1961 bis 1990.
    • Die bisherigen Rekordhalter waren die Dezember 1934 und 1974 mit je 4 °C. Abweichung.
    • Die durchschnittliche Temperatur im Dezember 2015 lag bei 6,4 °C. Diese Temperaturen sind normalerweise im Übergang von März bis April üblich.
    • Nur wenige Stationen vermeldeten dieses Jahr neue Höchsttemperaturrekorde, aber es gab viele rekordwarme Nächte.
    • Verbreitet wurde es in Deutschland nachts nicht unter 12 °C.
    • Im Westen und Norden Deutschlands gab es im Dezember verbreitet überhaupt keinen Frost.
    • Die höchste Temperatur wurde mit 18 °C am Oberrhein gemessen.


    Großbritannien und Niederlande

     

    • Auch der Dezember in den Niederlanden und Großbritannien war rekordwarm.
    • Der Dezember war auch gleichzeitig der nasseste in Großbritannien, welcher durch den vielen Regen mancherorts für Überschwemmungen sorgte.


    Spitzbergen

    • Auf Spitzbergen gab es im Dezember Rekordtemperaturen von bis zu +8,7 °C.
    • Über eine Woche wurden in Longyearbyen Spitzenwerte zwischen 6,3 und  8,7 °C gemessen.
    • Der Temperaturschnitt über die letzten 6 Tage war 4,1 °C. Das sind Durchschnittswerte die dort sonst im Juni/Juli herrschen.


    USA

    • Im Osten der USA gab es das mit Abstand wärmste Weihnachten seit beginn der Messungen im Osten.
    • An vielen Orten der Ostküste gab es Rekordwerte über 20 °C
    • Die sehr warme, feuchte Luft begünstigte das Entstehen von schweren Gewittern mit starken Tornados. Was eine in dieser Stärke für Dezember extrem seltene Tornadoserie mit über 40 Toten zur Folge hatte.